Rechtsberatung für Heilpraktiker

Die Kanzlei für Arbeit & Gesundheit setzt sich mit den rechtlichen Fragestellungen für Heilpraktiker auseinander.

Oft besteht für einen Heilpraktiker Unklarheit, welche Behandlungsmethoden er behandeln darf und welche Stellung er im Behandlungssystem hat. Unsere Rechtsanwälte beraten Sie in allen rechtlichen Hürden rund um die kleine und große Heilpraktikererlaubnis, um das Verhältnis zwischen Heilpraktiker und Patienten. 

Voraussetzungen für die Aufnahme der heilpraktischen Tätigkeit

Ein Heilpraktiker benötigt zur Aufnahme der Berufstätigkeit eine Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung.

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt werden:

  • Schriftliche und mündliche Prüfung (amtsärztliche Überprüfung) bestanden. Dabei wurde überprüft, dass der Antragsteller keine Gefahr für die allgemeine Gesundheit der Bevölkerung darstellt.
  • Mindestens 25 Jahre
  • Mindestens einen Hauptschulabschluss vorweisen können.
  • Durch ärztliches Attest und eintragsfreies Führungszeugnis nachweisen, dass er die körperlichen, geistige und seelisch Eignung besitzt.
  • Praxisräume, die ausschließlich für Diagnose und Therapie genutzt werden

Methoden der Heilpraktikerbehandlung

Der Heilpraktiker behandelt mit sehr vielfältigen Methoden. Im Allgemeinen kann man sagen, dass Heilpraktiker Methoden anwenden, welche der Alternativmedizin und nicht der Schulmedizin entstammen, etwa Homöopathie, Osteopathie, Chiropraktik, traditionelle chinesische Medizin, Akupunktur usw. Er ist nicht auf eine bestimmte Methode festgelegt, sondern kann im Rahmen seiner Therapiefreiheit verschiedene Methoden an seinen Patienten anwenden.

Man unterscheidet allerdings den Heilpraktiker Beruf nochmals in zwei Kategorien:

Diese dürfen körperliche und seelische Leiden feststellen und eine eigene Therapie auch mit körperlichen Behandlungen durchführen.

Diese dürfen Elemente verschiedener Psychotherapieschulen anwenden.

Darf ein Heilpraktiker alles machen, was auch ein Arzt darf?

Heilpraktiker dürfen grundsätzlich nach den gleichen medizinischen Methoden praktizieren wie Ärzte. In der Rechtsordnung gibt es jedoch zahlreiche Stellen mit bestimmten Verboten für den Heilpraktiker geregelt. Ein Heilpraktiker muss sich zum Beispiel an folgende Verbote halten:

  • Keine zahnmedizinische Behandlung durchführen
  • Keine Geburtshilfe leisten
  • Diverse Arzneimittel verschreiben
  • Blutspenden entnehmen
  • Bestimmte Infektionskrankheiten behandeln

Heilpraktiker, welche lege artis praktizieren, müssen diese Verbote zwingend einhalten.

Zudem darf ein Heilpraktiker nur solche Methoden praktizieren, welche er auch tatsächlich beherrscht. Ansonsten verletzt er seine Sorgfaltspflichten und dies führt wiederum zu einer Haftung des Heilpraktikers oder sogar zu einem Widerruf der Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde.

Prüfung der lege artis Durchführung des Heilpraktikers

Die Heilpraktiker stehen unter der Berufsaufsicht des zuständigen Gesundheitsamtes. Dieses ist berechtigt Praxisbegehungen (auch unangekündigt) durchzuführen, sich von der Zuverlässigkeit des Heilpraktikers zu überzeugen, dem Heilpraktiker bestimmte Auflagen zu erteilen usw.

Ein Heilpraktiker hat sich ebenso im Kern an die gleichen Rechtsnormen wie für einen Arzt zu orientieren. Den Heilpraktiker treffen die gleichen Sorgfaltspflichten, Aufklärungspflichten, Dokumentationspflichten usw. wie einen Arzt. Zudem ist er genauso wie ein Arzt für Behandlungsfehler haftbar.

Wenn sich Heilpraktiker nicht an die geltenden Rechte in ihrer Berufsausübung halten  können diese die Heilpraktikerzulassung verlieren. Das Gesundheitsamt ist als zuständige Behörde für den Vollzug zuständig.

Konkurrenz zwischen Ärzten und Heilpraktikern?

Die verschiedenen Medizinformen haben unterschiedliche Konzepte, Menschen zu heilen. In gewissen Bereichen widersprechen sie sich auch. Die Schulmedizin geht vom s.g. evidenzbasierten Ansatz aus, wonach die Wirksamkeit jeder Behandlungsmethode wissenschaftlich nachgewiesen sein muss. Dies ist der Alternativmedizin in dieser strikten Form fremd. Jedoch praktizieren Ärzte auch teilweise Methoden, welche Heilpraktiker anwenden, zum Beispiel: Osteopathie, Chirotherapie, Akupunktur usw.).

Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse

In der Regel bezahlen die Patienten die Kosten der Behandlung selbst, da Krankenkassen die Heilpraktikerbehandlungen nicht übernehmen. Teilweise werden diese aber von den Krankenkassen bezuschusst, etwa osteopathische Behandlungen, sofern ein Arzt dies verordnet hat. 

Bei den privaten Krankenkassen kommt es auf den jeweiligen Tarif an, ob diese Leistungen erstattet werden oder nicht. Hier werden die Behandlungen aber häufig übernommen oder bezuschusst. 

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